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Ausbildungsberuf Rohrleitungsbauer/in

Einsatzgebiet Rohrsystemtechnik


Berufsbild

Der Rohrleitungsbauer im Einsatzgebiet Rohrsystemtechnik arbeitet in öffentlichen oder privaten Gas- und Wasserversorgungsunternehmen, die die Bevölkerung mit Erdgas und Trinkwasser versorgen. Er trägt dazu bei, dass wir täglich sauberes Trinkwasser und Erdgas in ausreichender Menge und mit dem richtigen Druck über Rohrsysteme geliefert bekommen.

Bevor das Erdgas und Trinkwasser in den Wohnhäusern, öffentlichen Gebäuden, Betrieben sowie Industrieanlagen ankommt, müssen umfangreiche Rohrsysteme gebaut und betrieben werden. Diese Rohrsysteme sind als Transportleitungen, Verteilungsnetze und Hausanschlüsse miteinander verbunden. Sie bilden ein unterirdisches Netz, das dem Straßen- und Schienennetz gleichrangig ist. Der Rohrleitungsbauer montiert Bauteile wie Rohre, Formstücke und Armaturen zu einer Leitung, bearbeitet Rohre aus Metall oder
Kunststoffen und hält Rohrsysteme sowie Anlagenteile instand. Er wartet die Anlagen und überprüft deren Betriebszustand. Er erledigt die Aufgaben im Team unter Leitung eines Vorarbeiters oder Meisters.


Ausbildungsplätze

Die Gas- und Wasserversorgung erfolgt in der Regel durch Stadt- oder Gemeindewerke, durch Zweckverbände
oder durch Energie- und Wasserversorgungsunternehmen, die als GmbH oder Aktiengesellschaft (AG) organisiert sind. Die Facharbeiterausbildung ist in den Unternehmen entweder als eigener Fachbereich organisiert oder erfolgt durch die technischen Abteilungen. Auskünfte erteilen die Unternehmen direkt oder die zuständigen Industrie- und Handelskammern (IHK).


Aufstiegsmöglichkeiten

Der/Die Rohrleitungsbauer/-in kann sich zum/zur
Geprüfte/-n Netzmeister/-in
oder zum/zur
Industriemeister/-in der Fachrichtung Metall
qualifizieren und vor der IHK die Prüfung ablegen.


Ausbildung im Betrieb

Die Ausbildung dauert 3 1/2 Jahre. Für den Erwerb der Kern- und Fachqualifikation sind jeweils 21 Monate vorgesehen. Kernqualifikationen sind allgemeine Kenntnisse über das berufliche und betriebliche Umfeld; sie sind für alle Metallberufe gleich.

Die Fachqualifikationen beziehen sich auf besondere technische Fertigkeiten und Kenntnisse zur Bewältigung der Geschäftsprozesse. Beide Qualifikationen werden ineinander verzahnt vermittelt:

  • Berufsbildung, Arbeits- und Tarifrecht
  • Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit
  • Umweltschutz
  • Betriebliche und technische Kommunikation
  • Arbeit planen und organisieren, Arbeitsergebnisse bewerten
  • Werk- und Hilfsstoffe unterscheiden, zuordnen und handhaben
  • Bauteile und -gruppen herstellen und montieren
  • Aufträge bearbeiten
  • Betriebsmittel warten
  • Bauteile und Einrichtungen prüfen
  • Steuerungstechnik
  • Im Rahmen der Instandhaltung festgestellte Störungen eingrenzen
    und beheben
  • Kundenorientierung
  • Qualitätssicherung


    Darüber hinaus im 3. und 4. Ausbildungsjahr:
  • Arbeitsaufgaben planen und vorbereiten
  • Auftr.ge realisieren
  • Arbeiten und Ergebnisse dokumentieren
  • Betriebliches Qualit.tsmanagement anwenden
  • Systeme der Anlagentechnik .ndern und anpassen
  • Systeme der Anlagen- und Versorgungstechnik unter Berücksichtigung
    von Sicherheit und Wirtschaftlichkeit instand halten

Ausbildung in der Berufsschule

In der Schule stehen folgende Lernfelder auf dem Stundenplan:

  • Bauelemente mit handgeführten Werkzeugen und mit Maschinen fertigen
  • Technische Systeme warten
  • Bauelemente für die Anlagentechnik herstellen, montieren und transportieren
  • Anlagensysteme übergeben, inbetriebnehmen und instand halten
  • Komponenten der Steuerungs- und Regelungstechnik integrieren
  • Systeme der Anlagentechnik planen, realisieren, .ndern und anpassen

Ausbildungsaufbau

  • 3 1/2 Jahre Ausbildung in einem öffentlichen oder privaten Unternehmen
  • Theoretische Ausbildung in der Berufsschule in Teilzeit- oder Blockunterricht
  • Teil 1 der gestreckten Abschlussprüfung (sie ersetzt die frühere Zwischenprüfung) am Ende des zweiten Ausbildungsjahres
  • Teil 2 der Abschlussprüfung am Ende der Ausbildung